Military
3.12.2025
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Helsing eröffnet britische Resilience-Fabrik in Plymouth - Neuer Meilenstein für maritime Verteidigungstechnologie

Das europäische Verteidigungstechnologie-Unternehmen Helsing hat seine erste britische Resilience-Fabrik im südwestenglischen Plymouth offiziell eröffnet. Auf 18.000 Quadratmetern entsteht hier ein neues Zentrum für die Produktion autonomer Unterwassergleiter, die künftig einen entscheidenden Beitrag zur U-Boot-Abwehr und maritimen Überwachung leisten sollen. Die Eröffnung erfolgte im Beisein von Verteidigungsminister John Healey sowie zahlreicher Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie – ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung von Verteidigungsinnovation im Vereinigten Königreich.

Helsing ist erst vor wenigen Wochen in die Fabrik eingezogen, doch die Produktion hat bereits begonnen. Die neuen Gleiter werden von zwei strategisch wichtigen Standorten aus getestet: dem nahegelegenen Marinestützpunkt Turnchapel Wharf in Plymouth sowie dem British Underwater Test and Evaluation Centre (BUTEC) in Schottland. Parallel entsteht auf dem Gelände ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum, ausgestattet mit fortschrittlichen Fertigungsanlagen, Robotik und Softwaretools. Damit entwickelt sich Plymouth zum maritimen Kompetenzzentrum des Unternehmens.

Mit der Eröffnung schafft Helsing hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärkt die industrielle Basis im Südwesten Großbritanniens. Die Belegschaft kann nach Bedarf auf mehrere hundert Mitarbeitende wachsen. Zunächst liegt der Fokus auf maritimen Fähigkeiten und der Produktion des SG-1 Fathom – eines autonomen Unterwassergleiters, der vollständig im Vereinigten Königreich entwickelt und gefertigt wurde.

Der SG-1 Fathom wird in Plymouth mit der maritimen KI-Plattform Lura kombiniert. Diese ermöglicht es den Gleitern, in Schwärmen zusammenzuarbeiten, über lange Zeiträume autonom zu operieren und maritime Räume dauerhaft zu überwachen. Die Systeme erkennen potenzielle Bedrohungen, sichern wichtige Handelsrouten und schützen unterseeische kritische Infrastruktur – etwa Kommunikationskabel, Energieverbindungen und Offshore-Anlagen.

Die Fabrikeröffnung folgt auf eine Reihe erfolgreicher SG-1-Tests in westlichen Seegebieten Großbritanniens, in Schottland sowie vor der Küste Westaustraliens. Damit hat Helsing die Einsatzbereitschaft seiner maritimen Plattformen unter realen Bedingungen demonstriert.

Die Investition ist Teil der umfassenden 350-Millionen-Pfund-Zusage, die Helsing im Rahmen der Trinity-House-Vereinbarung von 2024 gegenüber Großbritannien gemacht hat. Bereits im Juli 2025 kündigte der britische Finanzminister den geplanten Bau der Fabrik an. Die Anlage wird nicht nur die SG-1-Flotte produzieren und warten, sondern auch als globales maritimes F&E-Zentrum dienen.

Verteidigungsminister John Healey betonte in seiner Rede, dass industrielle Regionen wie Plymouth in den vergangenen Jahrzehnten Arbeitsplätze verloren hätten – ein Trend, den die Regierung nun umkehren wolle. Investitionen wie jene von Helsing seien ein Beispiel dafür, wie Verteidigungswachstumsabkommen nationale Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbinden.

Die Partnerschaften vor Ort – insbesondere mit der nationalen Regierung, der University of Plymouth und dem Stadtrat – stärken den maritimen Innovationscluster des Vereinigten Königreichs. Gleichzeitig sollen lokale Lieferketten erweitert, Arbeitsplätze geschaffen und technologische Führungsrolle im Bereich maritimer Autonomie gefestigt werden.

Finanzministerin Rachel Reeves unterstrich, dass diese Investition das Vertrauen in britische Ingenieurskunst, Talent und Innovationskraft im Verteidigungssektor bestätige. Mindestens zehn Prozent der künftigen Verteidigungsinvestitionen sollen in neuartige Technologien fließen – ein weiterer Schritt, um Großbritannien als globalen Technologiestandort zu stärken.

Helsing

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